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Fahrradwerkstatt


Zu uns können Studierende kostenlos mit defektem Fahrrad, (aber auch anderen Dingen), kommen und selbst reparieren. Wir bieten das Werkzeug, Kleinteile (normale Ladenpreise) und Gebrauchtteile  an. Die Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt wird überwiegend von Fahrrad-interessierten Studierenden getragen; d. h. wir versuchen Dir bei Deiner Reparatur (etc.) so gut es geht zu helfen. Kartenzahlung ist nicht möglich.

Students can come to us free of charge with a defective bike (but also other things) and repair it themselves. We offer tools, small parts (normal store prices) and used parts. The bicycle self-help workshop is mainly run by students who are interested in bicycles, i.e. we try to help you with your repair (etc.) as best we can.
Payment by card is not possible.


Kontakt
0441 798 2950

mail:
werke@asta-uol.de

Da wir mehr schrauben, als vor dem Computer zu sitzen, kann es mal passieren, dass der ein oder andere Tag ins Land geht, bevor wir zum Antworten kommen – länger als eine Woche dauert es aber eigentlich nicht.

We are not regularly at the computer, so please be patient if it takes a few days to reply to your emails.

Öffnungszeiten

Vorlesungsfreie Zeit: Wir versuchen so oft wie möglich geöffnet zu haben. Es ist aber chaotisch!
Siehe bitte bevor du kommst zur Sicherheit hier noch mal in die Seite (und auf deinem Mobil aktualisieren!) ob sich was geändert hat!

Montag

Leider geschlossen!

Dienstag

FLINTA* Tag
14:00 – 17:30 Uhr


Mittwoch

13:00 – 16:30 Uhr

Donnerstag

10:00 – 16:45 Uhr


Freitag

10:00 – 13:30

FLINTA* Only: Jeden Dienstag von 14-20 Uhr.
Beachte aktuelle Ännderungen!

Die FLINTA* Fahrradwerke ist ein zusätzliches Angebot zum Räder reparieren von und für FLINTA*. FLINTA* steht für Frauen, Lesben, inter, trans, nicht-binäre und agender Geschlechtsidentitäten. Wenn ein oder mehrere dieser Begriffe auf dich zutreffen, komm vorbei zum gemeinsamen Reparieren! Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

WLINTA* Schrauben: Every Tuesdays from 2 pm to 8 pm.

The WLINTA* bike repair workshop is an additional offer to repair bikes by and for WLINTA*. WLINTA* stands for women, lesbians, inter, trans, non-binary and agender gender identities. If one or more of these descriptions apply to you, come around and let’s repair together! Registration is not necessary.

Warum es den Flinta*Tag gibt? Why we have the Wlinta*Day?


Fahrrad Verleih

Ihr könnt bei uns Räder und Lastenhänger zum Selbstkostenpreis ausleihen. Außerdem gibt es noch ein Lastenrad, das ihr für 3 Euro pro Tag ausleihen könnt.

You can lend bikes and cargo bikes and trailers from us. The rental price is listed below:

Mietpreise Standard-Räder:
Rental price:

pro Tag/per day: 1,50€
1 Wochenende/1 weekend: 3€
pro Woche/per week: 6€
pro Monat/per month: 20€
Lastenrad pro Tag/cargobike per day: 3€


Lage

Die Fahrradselbsthilfewerkstatt befindet sich am Hinterausgang der Mensa.

The bicycle self-help workshop is located at the rear exit of the canteen.


Werkzeug für alle: Warum wir schrauben und warum es den FLINTA*-Tag gibt

Hallo liebe Schrauber*innen und Rad-Begeisterte,

unsere Fahrradwerkstatt hat ein einfaches Ziel: Wir wollen, dass alle Studierenden lernen können, wie sie ihr Fahrrad selbst reparieren. Wir glauben an „Hilfe zur Selbsthilfe“. Jeder Mensch soll sich bei uns trauen können, zum Werkzeug zu greifen. Damit dieses „Alle“ aber wirklich Realität wird, gibt es bei uns neben den regulären Öffnungszeiten auch die FLINTA*-Schicht. (FLINTA* steht für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans und agender Personen). Wir werden manchmal gefragt, warum es diese Schicht gibt und ob das denn gegenüber den cis-männlichen1 Studierenden fair sei. Wir möchten das hier gerne einmal für alle verständlich erklären.


Warum Werkstätten für FLINTA* ein unangenehmer Ort sein können

Handwerk und Technik sind in unserer Gesellschaft historisch stark männlich geprägt. Das ist erst einmal keine böse Absicht von Einzelnen, aber es führt zu Gewohnheiten und Verhaltensweisen, die wir alle verinnerlicht haben und die zu struktureller Diskriminierung beitragen.

Für Menschen, die keine cis-Männer sind, fühlen sich Werkstätten deshalb oft nicht wie ein entspannter Lernort an. Viele machen dort ähnliche Erfahrungen:

  • Das Gefühl, sich beweisen zu müssen: Man hat das Gefühl, man darf keine Fragen zu vermeintlichem Basiswissen stellen, ohne direkt belächelt zu werden.
  • Ungefragte Belehrungen („Mansplaining“): Oft kommt es zu ungefragten Erklärungen oder ausschweifenden Reden wenn man eigentlich nur eine kurze Hilfestellung braucht. Das lässt einen an den eigenen Kompetenzen zweifeln.
  • Werkzeug aus der Hand nehmen: Zu oft passiert es, dass einem einfach das Werkzeug weggenommen wird mit den Worten „Lass mich mal eben machen, das geht schneller“. Das ist übergriffig und nimmt der Person das vetrauen, es selbst zu probieren und zu lernen.
  • Grenzüberschreitungen und unpassende Kommentare: Leider passiert es auch immer wieder, dass FLINTA*-Personen in cis-männlich dominierten Räumen angebaggert, auf ihr Aussehen reduziert oder mit unpassenden Sprüchen und Blicken konfrontiert werden. Das führt dazu, dass sich FLINTA* in diesen Räumen unwohl fühlen und aus ihnen zurückziehen.
  • Drängeln in der Hilfestellung: Laute oder dominante Personen drängeln sich in der Reihenfolge der Hilfe oft vor. Wer eher zurückhaltend ist oder sich ohnehin unsicher fühlt, kommt so kaum zu Wort oder zum Schrauben und zieht sich frustriert zurück.

Ein offener Raum ist schwer zu kontrollieren

Wir als Werkstatt-Team dulden so ein Verhalten nicht. Wir wollen uns selbst reflektieren und, dass die Werkstatt für alle ein guter Ort ist.

Aber wir müssen eingestehen: Eine offene Werkstatt ist ein wuseliger Ort. Wir haben schlichtweg keine Kontrolle darüber, wie sich jede einzelne Person am Schraubständer nebenan verhält. Einen sexistischen Spruch, das ungefragte Einmischen, unangenehme Blicke oder das Vordrängeln bekommen wir im Trubel oft gar nicht sofort mit. Das bedeutet: Im offenen Werkstattalltag können wir einen schützenden Raum oft nicht garantieren. All das führt dazu, dass viele FLINTA*-Personen eine große Hemmschwelle haben können, bei uns zu schrauben und überhaupt erst zu uns zu kommen.


Der FLINTA*-Tag ist kein Ausschluss, sondern ein Ausgleich

Gleichberechtigung bedeutet nicht immer, einfach alle gleich zu behandeln. Wenn die Startbedingungen für manche viel schwieriger sind, muss man gezielt Nachteile ausgleichen. Genau dafür ist die FLINTA*-Schicht da. Sie soll ein Safer Space2 sein. Hier geht es darum:

  • In Ruhe und im eigenen Tempo zu lernen – ohne Angst haben zu müssen, dass jemand drängelt oder das Werkzeug aus der Hand nimmt.
  • Sich gegenseitig zu bestärken und Wissen auf Augenhöhe zu teilen.
  • Selbstbewusstsein im Umgang mit dem eigenen Fahrrad aufzubauen.

Gemeinsam schrauben verbindet

Unser Ziel ist es nicht, Gruppen zu spalten. Dass an einem einzigen Tag in der Woche die Werkstatt für eine bestimmte Gruppe reserviert ist, nimmt niemandem wirklich etwas weg – es gibt an allen restlichen Tagen die Möglichkeit für cis-Männer, an ihrem Rad zu schrauben. Aber es schenkt denjenigen, die sonst vielleicht nie (wieder) eine Werkstatt betreten würden, den nötigen Raum, um damit anzufangen und dabei zu bleiben.

Wir wünschen uns eine Uni, an der alle sicher Fahrrad fahren und selbstbewusst reparieren können. Egal, an welchem Tag ihr zu uns kommt: Wir freuen uns auf euch!

Euer Team der Fahrradwerkstatt

Tools for Everyone: Why We Tinker and Why We Have the WLINTA* Day

Hello fellow tinkerers and cycling enthusiasts,

Our bike workshop has a simple aim: we want all students to be able to learn how to repair their own bikes. We believe in ‘felp for self-help’. Everyone should feel encouraged to try and pick up a tool. However, to ensure that this ‘everyone’ really does become a reality, we run a WLINTA* session alongside our regular opening hours. (WLINTA* stands for women, lesbians, intersex, non-binary, trans and agender people). We’re sometimes asked why this session exists and whether it’s fair to cis-male3 students. We’d like to explain this here in a way that is clear to everyone.


Why workshops can be an uncomfortable place for WLINTA* people


Crafts and technology have historically been strongly male-dominated in our society. This isn’t necessarily down to any malicious intent on the part of individuals. But it leads to habits and behaviours that we’ve all internalised and which contribute to structural discrimination.

For people who are not cis men, workshops therefore often do not feel like a relaxed place to learn. Many have similar experiences there:

  • The feeling of having to prove yourself: You feel as though you can’t ask questions about what’s supposed to be basic knowledge without being immediately laughed at.
  • Unsolicited lectures (‘mansplaining’): You often end up with unsolicited explanations or rambling speeches when all you really need is a simple reply to your question or a short bit of quick assistance. This makes you doubt your own abilities.
  • Taking the tool out of your hand: All too often, the tool is simply taken away from you with the words ‘Let me do that – it’ll be quicker’. This is intrusive and robs the person of the confidence to try it themselves and learn.
  • Inappropriate behaviour and comments: Unfortunately, it also happens time and again that WLINTA* people in cis-male-dominated spaces are hit on, reduced to their appearance, or confronted with inappropriate remarks and stares. This leads to FLINTA* people feeling uncomfortable in these spaces and withdrawing from them.
  • Jostling for attention when seeking help: Loud or dominant people often push their way to the front of the queue for help. Those who are more reserved or already feel insecure are thus barely able to have their say or get on with the work, and end up withdrawing in frustration.

An open space is difficult to control

We, as the workshop team, do not tolerate such behaviour. We want to reflect on our own actions and ensure that the workshop is a good place for everyone.

But we have to admit: an open workshop is a bustling place. We simply have no control over how every single person at the workbench next to us behaves. Amidst the hustle and bustle, we often don’t notice sexist remarks, unsolicited interference, uncomfortable stares or people pushing in straight away. This means that, in the day-to-day running of an open workshop, we often cannot guarantee a safe space. All of this means that many FLINTA* people may feel very hesitant about coming to work on their projects here, or even about coming to us in the first place.


WLINTA* Day is not about exclusion, but about levelling the playing field


Equality doesn’t always mean simply treating everyone the same. When the starting conditions are much more difficult for some, specific measures must be taken to compensate for these disadvantages. That is exactly what the WLINTA* session is for. It is intended to be a safe space4. The aim here is:

  • Learning at your own pace and in peace – without having to worry that someone will rush you or take the tools out of your hands.
  • Supporting one another and sharing knowledge as equals.
  • Building confidence in working on your own bike.

Working on bikes together brings us together

Our aim is not to divide groups. The fact that the workshop is reserved for a specific group on just one day a week doesn’t really take anything away from anyone – on all the other days, cis men still have the opportunity to work on their bikes. But it gives those who might otherwise never (again) set foot in a workshop the space they need to get started and stick with it.

We want a university where everyone can cycle safely and repair their bikes with confidence. No matter which day you come to see us: we look forward to seeing you!

Your Bike Workshop Team

  1. cis-männlich: Männer, die von Geburt an als Männer kategorisiert worden sind. ↩︎
  2. Safer Space: Ein Ort (im physischen oder nicht-physischen Raum), der darauf abzielt, Minderheiten, die sonst Diskriminierung oder Gewalt erfahren, ein Gefühl von (emotionaler) Sicherheit zu gewähren und Vernetzung und Austausch zu ermöglichen. ‘Safer Space’ statt ‘Safe Space’, weil er nicht absolut safe/ frei von Diskrimierung sein kann, sondern nur safer als z.B. die Alltagswelt. ↩︎
  3. cis-male: Men who have been categorised as men since birth. ↩︎
  4. Safer space: A place (in a physical or non-physical space) that aims to provide a sense of (emotional) safety for minorities who do experience discrimination or violence, and to facilitate networking and exchange. ‘Safer Space’ rather than ‘Safe Space’, because it cannot be absolutely safe or free from discrimination, but safer than, for example, everyday life. ↩︎