Gemeinsame Kämpfe, gesprengte Ketten: Geschichte und Gegenwart der Allianz zwischen Schwarzen und Juden
Gegen Rassismus und Antisemitismus
Online Vortrag mit Michaela Dudley
11.11.26 | 19 Uhr | Raum/Link wird noch bekannt gegeben
Geschichtliche Aufklärung gegen gefährliche Annahmen. Darum geht es hier. Der Mythos vom „weißen Juden“ ignoriert die Erfahrungen von Juden mit Diskriminierung, stellt sie fälschlicherweise als Teil einer auf „Apartheid“ basierenden Mehrheit dar und leugnet die historische Bedeutung nichtweißer Juden. Diese Instrumentalisierung der Geschichte, z.B. im Namen der „Israel-Kritik“, verzerrt den Blick auf heutige Ereignisse, führt zu Spannungen und Misstrauen und sabotiert die Bildung und Ausdehnung einer multiethnischen Front gegen Ungerechtigkeit. Eines der bemerkenswertesten Beispiele für solch eine Solidarität ist die jahrzehntelange Zusammenarbeit zwischen Afroamerikanern und Juden in den Vereinigten Staaten. Die Wurzeln dieses Bündnisses reichen tief in die düstere Geschichte der Verfolgung. Die Knechtschaft der Israeliten in Ägypten und die Ausbeutung der Schwarzen durch den islamischen Imperialismus in Afrika, den transsaharischen Sklavenhandel der Araber und die Sklaverei in der Neuen Welt verband sie schon lange. Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts intensivierte sich die Zusammenarbeit im gemeinsamen Kampf für Bürgerrechte. Afroamerikanische und jüdische Aktivisten kämpften Seite an Seite gegen Rassendiskriminierung, Segregation und Ungleichheit.
Michaela Dudley (Jg. 1961), eine Berliner Queerfeministin mit afroamerikanischen Wurzeln, istPublizistin, Kabarettistin, Keynote-Rednerin, Filmschauspielerin und gelehrte Juristin (Juris. Dr., US). Ihr aktuelles Buch RACE RELATIONS (Orlanda-Verlag, 2025) befasst sich mit dem Rassismus und auchmit dem wild grassierenden Antisemitismus. Sie ist Kolumnistin bei dem Nahost-Thinktank MENAWatch.
